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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats Dezember 2017"

(Maaja Pauska)

Eine Gruppe von Jugendlichen vor dem Schriftzug "I Love Aleppo"

„Wenn unsere Kinder jetzt nicht in die Schule gehen können …“

Evangelische Gemeinden in Syrien kämpfen darum, ihre Schulen offen zu halten

Millionen syrischer Kinder können wegen des Krieges in ihrem Land nicht zur Schule gehen. Unzählige Schulen sind zerstört.

„Bildung ist wichtiger denn je. Wenn unsere Kinder jetzt nicht zur Schule gehen können, wächst eine verlorene Generation heran“, fasst Pfarrer Firas Farah aus Qamishly eine große Sorge der Menschen in Syrien um die Zukunft ihrer Kinder und ihres Landes zusammen.

Evangelische Christen in Syrien haben sich von Anfang an für eine gute Bildung eingesetzt. In beinahe allen Städten, in denen es evangelische Gemeinden gibt, haben diese auch eigene Schulen gegründet, oft sogar mehrere. Die Evangelische Kirche von Syrien und dem Libanon unterhält vier Schulen in Syrien, darunter auch in den stark vom Krieg betroffenen Städten Aleppo und Homs. Die Evangelisch-Armenischen Gemeinden in Syrien haben insgesamt sechs Schulen.

Von den einst 50 000 armenischen Christen in Aleppo – orthodoxe und evangelische –, sind nur noch 15 000 geblieben. Trotzdem bemühen sich die evangelischen Gemeinden, ihre Schulen offen zu halten. Die Bethel-Schule der evangelisch-armenischen Gemeinde wurde während des Krieges drei Mal von Raketen getroffen – zum Glück gab es keine Toten – und jedes Mal schnellstens repariert, damit der Schulbetrieb weiter gehen konnte.

„Unsere Schulen bleiben offen, auch für die Kinder, deren Eltern sich das Schulgeld nicht mehr leisten können“, betont Haroutune Selimian, Pfarrer der Bethelkirche in Aleppo und Präsident der armenisch-Evangelischen Gemeinden in Syrien.

Evangelische Schulen sind in den von Krieg verwüsteten Städten Orte, an denen es neben dem Schulstoff auch Wärme und Licht gibt, warmes Essen und ein Glas Milch. Und ein gutes Miteinander von Muslimen und Christen, eine tägliche Übung für ein friedliches Zusammenleben auch jenseits dieser Schutzräume.

Das GAW unterstützt evangelische Gemeinden in Syrien, die ihre Schulen offen halten.

 

Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-67
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