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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats Juni"
(Maaja Pauska)

Kinder verkaufen auf einem Kuchenbasar in einem zelt Kuchen an Besucher

Das Diakoniehaus in Harju-Risti (Estland) ist eine Kleiderkammer, ein Treffpunkt und Zuhause einer syrischen Familie

Die lutherische Gemeinde Risti in Nordestland erstreckt sich über 18 Dörfer. Die Gemeinde wächst, was für estnische Landgemeinden recht untypisch ist. Die Zahl der Gemeindeglieder hat sich seit 2003 auf rund 300 verdreifacht. Mit ihrer Kinder- und Jugendarbeit sowie mit kreativen, niederschwelligen Angeboten wie die „Pfefferkuchennacht“ in der Adventszeit geht die Gemeinde auch auf kirchenferne Familien zu.

In den letzten Jahren ist die Rolle der Diakonie in der Gemeinde zunehmend wichtiger geworden, denn in ländlichen Gebieten Estlands haben die Hilfsbedürftigen wenig Zugang zu sozialen Dienstleistungen. 2014 kaufte die Gemeinde ein ehemaliges Schulhaus, das schon seit Jahren leer gestand. Gleich im selben Jahr wurde ein „Zimmer des Freundes“ eröffnet, wo gegen Spenden gebrauchte Möbel und Kleider erhältlich sind. Daneben ist ein Tageszentrum für ältere Menschen entstanden. Das Gebäude wird Schritt für Schritt zu einem Diakoniezentrum ausgebaut und auch mit Notunterkünften ausgestattet.

Seit sieben Monaten ist das Diakoniehaus das neue Zuhause einer geflüchteten Familie aus Syrien mit zwei Kindern. Eine Unterstützergruppe um die Gemeindepfarrerin Annika Laats kümmert sich darum, dass sich die Familie nach Strapazen des Krieges wieder wohlfühlt und nicht einsam wird. „Sie sagen, dass wir ihre neue Familie sind“, erzählt Pfarrerin Laats mit Freude. „Und wir sind durch sie reicher geworden.“ Die Mutter der Familie bäckt syrische Leckereien für Gemeindeveranstaltungen und hilft als Freiwillige im Kindergarten und im „Zimmer des Freundes“ mit. Der Vater beherrscht inzwischen perfekt die hohe Kunst der Ofenheizung in den Gebäuden der Gemeinde und baut Bienenstöcke. Die Kinder haben in der Schule und im Kindergarten schon viele neue Freunde gewonnen, die bei der Familie ein- uns ausgehen.

Das Diakoniehaus ist leider noch an vielen Ecken sehr renovierungsbedürftig. Die Gemeinde bittet um Unterstützung für die Erneuerung der Heizung im „Zimmer des Freundes“ und beim Bau von Sanitärräumen.

 

Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
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