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Gustav-Adolf-Werk e.V.
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Projekt des Monats September 2016Überschrift des Beitrages"
(Maaja Pauska)


Eine junge weiß gekleidete indigene Frau mit einer Oblate in der Hand
Stimme kolumbianischer Frauen stärken Jahresprojekt der GAW-Frauenarbeit 2016

Nach viereinhalb Jahren Verhandlungen haben sich die Regierung Kolumbiens und die FARC-Guerilla auf einen Friedensvertrag geeinigt. Der Bürgerkrieg, der über 50 Jahre gedauert hat, könnte zu Ende gehen. Am 2. Oktober werden die Kolumbianer in einem Referendum über den Vertrag abstimmen.

Zwei Generationen Kolumbianer kennen das Land nur im Kriegszustand. Es gibt Millionen Vertriebene – und zugleich Millionen von Menschen, die davon verschont geblieben sind. „Manchen von ihnen ist der Friedensprozess egal“, erzählt Adi Martinez, Theologiestudentin und Stipendiatin des GAW au Kolumbien. „Wer reich ist, auf eine gute Schule geht und in einem wohlhabenden Viertel wohnt, der kann schnell vergessen, dass es in Kolumbien Armut gibt.“ Deshalb gilt auch die Zustimmung bei dem Referendum als unsicher.

Auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kolumbien ist ein „Kriegskind“. Sie wurde zwar 1958 gegründet, wurde aber erst 1982 selbstständig. Viele Gemeindeglieder sind selbst Flüchtlinge, zugleich kümmern sich lutherische Gemeinden intensiv um Familien, die sich auf ihrer Flucht in Slums am Rande von Großstädten niedergelassen haben.

Die Frauenarbeit der IELCO entstand 1985 in Bogotá. Die erste nationale Frauenkonferenz folgte 1987 mit bereits 55 Teilnehmerinnen. Das Hauptziel der Frauenarbeit ist ein geistliches, doch in vielen Projekten geht es darum, die Rolle der Frauen in der Kirche sowie in der Gesellschaft zu stärken. Zwar haben die Frauen in der kolumbianischen Gesellschaft Zugang zu allen Bildungsmöglichkeiten und Gesundheitsangeboten sowie zur aktiven Teilnahme am politischen Leben. Aber viele Frauen können sich das nicht leisten oder kennen ihre Möglichkeiten nicht. Oft schrecken die Frauen sogar in der Kirche vor Übernahme von Verantwortung zurück und machen sich selbst klein.

Die GAW-Frauenarbeit möchte im Jahr 2016 Projekte unterstützen, die kolumbianische Frauen stärken. Für Frauen, die vor Gewalt in ihren Familien fliehen, möchte die Kirche Schutzwohnungen errichten. Und Frauen, denen der Mut fehlt, ihre Talente weiter zu entwickeln, sollen Weiterbildungen den Weg zeigen.

 

Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-66
http://www.gustav-adolf-werk.de/



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