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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats August 2016"

(Maaja Pauska)

 

Gerechtigkeit für indigene Gemeinschaften
Die Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses (EKLBB) setzt sich für indigene Gemeinschaften ein

 

 

1824 wanderten die ersten lutherischen Familien von Deutschland nach Brasilien aus. Es waren in der Regel arme Menschen, die glaubten, dass es in Brasilien Land im Überfluss und Freiheit gäbe. Sie rechneten nicht damit, dass Brasilien von Indigenen bewohnt war, die das Land, die Flüsse und die Wälder als Gemeineigentum verstanden. Europäer beanspruchten dagegen genau abgesteckte und im Grundbuch eingetragene Grenzen. Sie erkannten weder die natürlichen noh die rechtlichen Ansprüche der Indigenen an. Die Geschichte dieser Kolonisierung brachte auf beiden Seiten Opfer hervor, forderte jedoch von den indigenen Völkern einen besonders hohen Tribut.

1982 gründete die Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (EKLBB) einen Rat, um die Arbeit mit Indigenen in Brasilien zu begleiten und zu koordinieren. Dieser Rat - COMIN - bekennt, dass die lutherische Kirche in Brasilien Anteil hatte an der Schuld der Christen gegenüber inidgenen Völkern. Zum Zeichen der Versöhnung stellt sich die EKLBB an ihre Seite und kämpft mit ihnen für ihre Rechte. COMIN unterstützt indigene Gemeinschaften bei Landfragen, im Bereich Landwirtschaft und in Bildungs- wie in Gesundheitsfragen. Ziel ist es, die indigenen Gemeinschaften zu stärken und ihre Eigenständigkeit zu erhalten.

 

Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-66
http://www.gustav-adolf-werk.de/


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