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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats November 2015"
(News)

 

Ein Gemeindehaus in Cochabamba, Bolivien

Die Stadt Cochabamba wächst gerade rasant, wie die meisten Städte in Bolivien. Sie wächst unaufhörlich, weil junge Menschen aus den Bergen ihre Zukunft nicht als Hirten oder Landwirte sehen. Die Armut und die Suche nach besseren Lebensverhältnissen treiben sie in die Städte. Da bietet sich Cochabamba an – die Stadt liegt im Zentrum des Landes, in einem fruchtbaren Tal. Schon in der Zeit der Inka und davor siedelten hier Menschen. Davon zeugen die präkolumbianischen Ruinen in Inkallaqta, die auf die Aufnahme in Unesco-Weltkulturerbe-Liste warten.

"Cochabamba ist ein Beispiel dafür, wie sich auch unsere Kirche verändert“, erzählt Pastor Emilio Aslla Flores, Kirchenpräsident der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bolivien. „Die Anzahl der Gemeinden im ländlichen Bereich sinkt. Gemeinden dort schließen sich zusammen, weil sie aufgrund der Binnenmigration Mitglieder verlieren. Allerdings wachsen dafür unsere Gemeinden in den Großstädten."

Cochabamba zählt inzwischen über eine Million Bewohner. Wer als Migrant hier ankommt, findet selten das erhoffte bessere Leben. Denn neue Nöte kommen dazu: Familien zerbrechen, es kommt zu häuslicher Gewalt und zum sexuellen Missbrauch. Kinder und Jugendliche werden vernachlässigt und schließen sich zu Banden zusammen.

Als in Cochabamba 2007 eine lutherische Gemeinde gegründet wurde, richtete sich ihre Arbeit gleich auf Kinder und Jugendliche. „Anfangs trafen wir uns mit ihnen am Wochenende“, berichtet der Kirchenpräsident. „Aber wir haben schnell gemerkt, dass das nicht reicht.“ Deshalb erhalten jetzt 25 Kinder aus den ärmsten Familien in der Gemeinde täglich ein Essen und Hausaufgabenhilfe. Zudem gibt es noch Computer- und Präventionskurse.

Die Gemeinde ist auf 60 Personen (mit Kindern und Jugendlichen) angewachsen. Es profitieren jedoch bereits rund 300 Menschen von der Arbeit der Gemeinde, auch Familienmitglieder und Nachbarn.

Zurzeit trifft sich die Gemeinde in einer angemieteten Wohnung. Dort wird es zu eng, außerdem verursacht das rege Leben dort immer wieder auch den Unmut der Nachbarn. Dabei hat die Gemeindeleitung schon neue Pläne: Sie will Frauen in schwierigen Verhältnissen Unterstützung anbieten. Die Gemeinde benötigt für ihre diakonischen Aktivitäten und für das Gemeindewachstum dringend ein eigenes Gebäude.

 

Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
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