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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"
Projekt des Monats Oktober 2015
Flüchtlingsnothilfe"

(News)


Protestantische Kirchen an der „Balkanroute“ sind helfend dabei


 Flüchtlingshilfe der lutherischen Diakonie in Ungarn.

 Foto: evangelikus.hu

 

Auf der sogenannten Balkanroute versuchen täglich Tausende von Flüchtlingen das Zentrum Europas zu erreichen. Über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn oder Kroatien und Slowenien fliehen Menschen weiter nach Österreich, Deutschland, Schweden. Genauso wie in Italien und Spanien, wo seit einigen Jahren die Flüchtlinge eintreffen, entstehen jetzt auch in den GAW-Partnerkirchen an der Balkanroute Hilfsangebote für Flüchtlinge.

Griechenland:
Alle Gemeinden der Griechisch-Evangelischen Kirche an den Flüchtlingsrouten helfen nach Kräften. Die Gemeinde von Katerini hat schon im Winter Hilfsgüter nach Idomeni an die Grenze zu Mazedonien gebracht, zu den Flüchtlingen, die dort tagelang im Freien kampierten, um über die Grenze zu kommen.
Serbien:

Die Ökumenische Hilfsorganisation EHO, deren Gründungsmitglieder auch die beiden GAW-Partnerkirchen in Serbien sind, hat seit den Jugoslawienkriegen viel Erfahrung in der Flüchtlingshilfe. Nach der Schließung der ungarischen Grenze lagerte die EHO ihre Arbeit an die Straße Sid – Tovarnik, an der die Flüchtlinge in Richtung Kroatien ziehen. In nur zwei Tagen verteilte die EHO 800 kg Äpfel, 400 kg Bananen, 1 000 Brote, 1 200 Liter Wasser, 1 000 Schokoriegel, 600 Packungen Kekse, 10 Paar neue Schuhe für Mütter mit kleinen Kindern, 400 Regenmäntel , 30 Zelte, 20 Schlafsäcke und 20 Matten.

Ungarn:
Die Evangelisch-Lutherische Kirche startete im September ihre Hilfsaktionen am Keleti-Bahnhof in Budapest und gründete zudem eine Bahnhofsmission nach deutschem Vorbild. In der Flüchtlingsstation in Röszke helfen die Studierenden des Evangelischen Fachkollegiums für Roma in Nyíregyhaza mit.

In der Reformierten Kirche in Ungarn hat die Reformed Church Aid seit August die medizinische Hilfe und Kinderbetreuung in Debrecen im Empfangszentrum des Amts für Einwanderung und Staatsbürgerschaft geleistet. Freiwillige bringen kreatives Spielzeug, Sportgeräte und Gesellschaftsspiele zu den Kindern in den Lagern, verteilen Trinkwasser und Hygieneartikel.

Slowakei:
Durch ihre Diakonie hat die Evangelische Kirche A.B. in der Slowakei bereits Flüchtlingen in den Lagern an der ungarisch-serbischen Grenze geholfen und will diese Arbeit fortsetzen. Über die Nothilfe hinaus überlegt die Kirche, wie sie die Integration solcher Flüchtlinge unterstützen kann, die in der Slowakei Asyl erhalten.
Tschechien:

„Wir sind zur Solidarität herausgefordert!“, unterstreicht die Diakonie der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder. „Die Tschechische Republik ist keine geschlossene Insel, die sich vor den Herausforderungen verschließen kann.“ Damit lehnt sich die Diakonie gegen die offizielle Politik des Landes auf.

Österreich:
„Dublin III muss jetzt ausgesetzt werden, so wie Deutschland es schon gemacht hat“, forderten im September der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker und der Direktor der Diakonie Österreich, Michael Chalupka, in einer gemeinsamen Aussendung. Die Diakonie, aber auch evangelische Schulen engagieren sich genauso wie viele Gemeinden stark in der Flüchtlingshilfe. Einige wie z.B. in Gols öffnen sogar ihre Gemeindehäuser für Übernachtungen.

 

Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-66
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