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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Ungarn: Evangelisch-Lutherische Kirche hilft Flüchtlingen"
(Maaja Pauska)


Speisenausgabe am Keleti-Bahnhof in Budapest ab dem 4. September


Als unmittelbare Krisenhilfe werden in den Gemeinden der Evangelisch-lutherischen Kirche in Ungarn (ELKU) und in ihren Einrichtungen kontinuierlich Kleider gesammelt. Vorbereitet wird die Sammlung von sterilem Verbandszeug, von Schlafsäcken, Isomatten und Decken. Auch die Rekrutierung ehrenamtlicher Helfer ist im Gange. Zur besseren Koordination der Freiwilligenarbeit initiierte die lutherische Diakonie sogar die Entwicklung einer speziellen Software.

In Kooperation mit dem Evangelischen Schülerheim am Rózsák-Platz in Budapest werden ab sofort täglich 150 Portionen warmes Essen zu den am Ostbahnhof (Keleti-Bahnhof) wartenden Flüchtlingen gebracht. Am 4. September 2015 beteiligt sich eine Gruppe von Pfarrern und Mitarbeitern des Landeskirchenamtes gemeinsam mit dem leitenden Bischof Péter Gáncs, dem Landeskurator Gergely Prőhle und mit dem für die Diakonie verantwortlichen Bischof Tamás Fabiny an der ersten Speisenausgabe vor Ort.

Zudem hat die ELKU Pflegemittel für Kinder im Wert von einer Million Forint (ca. 3 200 Euro) in der Flüchtlingsstation in Nagyfa überreicht.

Auf der Initiative des Roten Kreuzes helfen die Studierenden des Evangelischen Fachkollegiums für Roma in Nyíregyhaza in der Flüchtlingsstation in Röszke ehrenamtlich mit. Die ersten Studierenden begannen ihren Dienst am 30. August. Die zweite Gruppe folgt ihnen am 6. September.

In den vom Flüchtlingsansturm betroffenen Bahnhöfen hilft die Evangelisch-Lutherische Diakonie mit Orientierungs-broschüren auf Englisch, Französisch, Persisch, Urdu und Arabisch, die sie zusammen mit der Hilfsorganisation Migration Aid herausgegeben hat. Als Ergebnis einer Konsultation mit Experten der bayerischen Diakonie versucht die Diakonie in Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen die Praxis der Bahnhofsmission zu adaptieren, als ergänzende Hilfeleistung für Menschen, die auf dem Weg sind.

Zusätzlich möchte die ELKU die gesellschaftliche Integration der bereits aufgenommenen Flüchtlinge unterstützen und hat eine Bewerbung mit dem Projekt "Integrationshaus" beim Fonds für Asyl, Migration und Integration eingereicht.

"Die Situation der Flüchtlinge ist in ganz Europa dramatisch. In Ungarn spüren wir besonders, wie groß die Spannung ist. Von Seiten unserer Kirche tun wir alles im Interesse der gegenseitigen Annahme, der Würde und Liebe anstelle von Vorurteilen und Hass", versichert Bischof Tamás Fabiny im Namen der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn.


Gustav-Adolf-Werk e.V. ist das Diasporawerk der EKD und nimmt gemäß dem Artikel 16 der Grundordnung der EKD vom 13.07.1948  im Zusammenwirken mit der EKD, ihren Gliedkirchen und Gemeinden die besondere Verantwortung für den Dienst in der Diaspora wahr. Die Arbeit wird von bundesweit 21 Hauptgruppen und 19 Frauengruppen getragen. Das GAW hilft seinen Partnerkirchen beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben, bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u. a. Jährlich werden verschiedene Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.



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