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Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland" e.V.
"Der Lutherweg in Sachsen ist eröffnet"
(Manuele Kolster, Daniel Masiak)


Mit einer Festveranstaltung und einer Andacht ist in Döbeln die Gesamtstrecke des sächsischen Lutherweges offiziell eröffnet worden. Landtagspräsident und Schirmherr Dr. Matthias Rößler, die Sächsischen Staatsminister  Martin Dulig und Thomas Schmidt sowie  der Oberbürgermeister der Stadt Döbeln Hans-Joachim Egerer und der Vorsitzende des Tourismusverbandes Dr. Manfred Graetz sowie zahlreiche Projektakteure aus Tourismus, Politik und Kirche nahmen die Einweihung in einem symbolischen Festakt vor.

  
 ©TVSBuHL_Feierliche Eroeffnung/Lutherweg in Sachsen ©TVSBuHL_Feierliche Eroeffnung/Schilder

„Die Eröffnung des Lutherweges bildet den Höhepunkt für alle, die an dem Projekt beteiligt waren und es künftig zu einem Erfolg für die Tourismusregion und Sachsen als Mutterland der Reformation führen werden“, sagte Dr. Matthias Rößler aus Anlass der feierlichen Eröffnung. Insgesamt 27 Kommunen haben sich an dem Projekt Lutherweg beteiligt. Darunter Torgau, wo Luther den ersten protestantischen Kirchenneubau der Welt weihte und Grimma, wo der Reformator in der Nicolaikirche predigte. Eine weitere Stadt ist Döbeln. Dorthin kam 1521 der verheiratete evangelische Prediger Jacob Seidler und predigte im Rathaussaal. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer war es ein Anliegen, den Lutherweg in Sachsen in Döbeln einzuweihen. „Wir waren von Anfang an von der Idee des Lutherweges begeistert und gewillt, uns aktiv zu beteiligen“, sagte Egerer. Die Stadt an der Mulde sei eine lebendige Stadt und könne dem Lutherweg-Wanderer allerhand für Körper und Geist bieten. Wir werden die Gäste herzlich willkommen heißen.“ Begeistert über die Idee und die Umsetzung des Lutherweges in Sachsen äußerte sich Dr. Günther Beckstein, Schirmherr des bayrischen Lutherweges. Er war der erste protestantische Ministerpräsident in Bayern.  Bayern habe erst 70 Kilometer Weg geplant, 30 Kilometer seien bisher aber nur ausgeschildert. „Von dem Interesse der Menschen an dem Jubiläum der Reformation können wir heute profitieren: mit einem durchdachten touristischen Angebot“, sagte Thomas Schmidt, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. „Mit dem Lutherweg gewinnt Sachsen eine neue Attraktion für Touristen aus Nah und Fern, die Sachsen mit seiner Geschichte in der Welt bekannt macht“, so Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Der Lutherweg entstand in Zusammenarbeit von Tourismus, Politik und Kirche. Die Gesamtkosten von rund einer Million Euro für die Entwicklung und Herstellung der Beschilderung des Weges, für die Vermarktung und die Projektbetreuung finanzieren sich aus Fördermitteln im Rahmen der ILE-Förderung der Europäischen Union, Landesmittel des Freistaates Sachsen sowie Eigenmitteln der teilnehmenden Partnerkommunen. Ein Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2008 bekräftigte die Schaffung des Lutherweges in Sachsen. Als Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Lutherdekade vertritt Landrat a.D. Christian Otto die Interessen des Lutherweges. Die Grundlage für den Wegverlauf bildete das Arbeitsdokument der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, von Oberkirchenrat a.D.  Dr. Christoph Münchow. Im August 2011 begann der Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V. als Träger des Projektes mit der Umsetzung. Projektleiterin und Geschäftsführerin des Verbandes Dr. Katharina Sparrer: „Nach vier Jahren ist ein spiritueller Rundwanderweg entstanden, der als Lutherweg Orte miteinander verbindet, die einen besonderen Bezug zur Reformation haben, sei es durch das Wirken Martin Luthers selbst oder anderer Reformatoren oder durch besondere Ereignisse, die im Kontext mit der Reformation stehen. Ziel ist es, das für die Region bedeutsame Thema der Region touristisch hochwertig aufzuarbeiten sowie den Landtourismus zu stärken.“ 
Der Lutherweg in Sachsen als Teil des Mitteldeutschen Lutherweges erstreckt sich auf rund 550 Kilometern. Zu erkennen ist der Weg, der auf vorhandenen Wegen durch Städte, Dörfer, Wald und Flur führt, an dem stilisierten „L“ auf weißem Grund. Insgesamt 43 Informationstafeln informieren über die Kommunen und die Bezugspunkte der Reformation. Zusätzlich ist auf den Tafeln ein Spruch eines Reformators vermerkt. Dieser soll den Wanderern als „geistiges Reiseproviant“ mit auf den Weg gegeben werden.

Wandern auf den Spuren Luthers
Die Qualitätssicherung entlang des Lutherweges gehört zu den künftigen Aufgaben. Gästeführer werden ausgebildet, Veranstaltungsangebote zusammen geführt.
Zahlreiche Print-Produkte wie Wanderheft, Wanderpass, Motorradkarte, Radwegekarte informieren über den Wegverlauf und  Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Die Eröffnung des Lutherweges in Sachsen ist Teil der deutschlandweiten Lutherdekade (2008 bis 2017). 2017 wird der 500. Jahrestag des Thesenanschlages von Martin Luther gefeiert. Der Lutherweg wird künftig bundesländerübergreifend Orte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg verbinden. Die beteiligten Bundesländer werden gemeinsam mit den Lutherstädten, Kirchen und weiteren Organisationen durch Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten an das Wirken Martin Luthers und seiner Weggefährten erinnern.

www.lutherweg-sachsen.de
www.facebook.com/LutherwegSachsen

Tourismusverband
„Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V.
Niedermarkt 1
04736 Waldheim
Tel.: 034327 9660
Fax: 034327 96619
E-Mail: info@saechsisches-burgenland.de
Internet: www.saechsisches-burgenland.de


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