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 Gustav-Adolf-Werk e.V
"Projekt des Monats April 2015"
(Maaja Pauska)
 
                                                               Das Foto zeigt eine Schulhofsztene aus einer anderen evangelischen Schule in Syrien

„Essen, Trinken und Bildung – alles wird knapp“

GAW-Konfirmandengabe 2015 unterstützt evangelische Schule in Maysaloon, Syrien

Maysaloon liegt in der Nähe von Qamishly, nicht weit von der Grenze zur Türkei. Das von vom IS kontrollierte Gebiet liegt ebenfalls nicht weit.
Es ist ein Wunder, dass es diese kirchliche Schule noch gibt. „Heute ist es mit der Bildung dasselbe wie mit dem Essen und Trinken“, schreibt Pfarrer Firas Farah. „Es ist schwierig, etwas zu essen und zu trinken zu bekommen. Und es ist schwierig, eine Schule zu finden. Viele Schulen haben ihre Türen geschlossen, andere wurden durch Raketen und Explosionen beschädigt.“
Schulen sind im Krieg wichtige Orte, um den Schülern und ihren Familien ein Stück Normalität zu geben. Vom IS und seinen Anhängern werden sie nicht gern gesehen. Laut Berichten aus den umkämpften Gebieten kommt es vor, dass der IS versucht, Familien mit Geld dazu zu bringen, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken. Ein Schulbesuch kann auch die Gefahr mindern, dass die Schüler selbst in der oft aussichtslosen Situation zu den Waffen greifen.
Die Evangelische Schule in Maysaloon wurde 1931 durch die presbyterianische Kirche gestiftet und hieß „Evangelische Schule“. 1958 verbot ein Gesetz den Bezug auf Religionen, seitdem heißt die Schule Private Schule Maysaloon. Derzeit besuchen 300 Kinder vom Kindergarten bis zur 9. Klasse die Schule. 85 % von ihnen sind nicht christlich, sondern Kurden und arabische Moslems. Die Schule leistet hier eine wichtige Versöhnungsarbeit in alle Religionsgemeinschaften hinein.

Um nach vier Jahren Krieg das Schulleben aufrecht zu erhalten, ist Hilfe von außen dringend nötig.

Strom gibt es nur drei Stunden täglich. Für die Schule bedeutet dies, dass es tagsüber keinen Strom gibt. Um das Problem zu lösen, wird ein Generator benutzt, der allerdings überaltert ist und oft ausfällt. Ein neuer Generator kostet etwa 5 000 Euro, ähnlich viel kostet auch das Öl für seinen Betrieb.
Viele Familien sind aufgrund des Bürgerkrieges verarmt und können die Schulgebühren kaum noch aufbringen. Bisher gab es einen Fonds für die Unterstützung von armen Schülern. Unter den aktuellen Bedingungen reicht der Fonds jedoch nicht mehr aus.
Auch ein Schulbus wird dringend benötigt. Seitdem der alte kaputt ist, setzt die Schule gemietete Fahrzeuge ein, was zu teuer ist. Ein neuer Bus würde 24 000 Euro kosten und könnte über die Türkei nach Mayasaloon gebracht werden.
Im März 2015 haben 85 syrische Organisationen, darunter zahlreiche Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften, sich mit einem Appell an die Weltöffentlichkeit gewandt. Sie erklärten, dass sich die Zivilgesellschaft in Syrien im Stich gelassen fühle, da sich die gesamte Aufmerksamkeit zu sehr auf den Kampf gegen den Extremismus fokussiere.


Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-66
http://www.gustav-adolf-werk.de/
 


 


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