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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats März 2015"
(Maaja Pauska)

                                  Evangelische Studierende aus Namibia bereichern Gottesdienste mit Lobpreisgesängen aus ihrer Heimat

Eine Kirche an der Wolga


In Saratow baut die lutherische Gemeinde geduldig und hartnäckig eine neue Kirche
„Die namibischen Geschwister fühlen sich bei uns zu Hause. Sie studieren hier in Saratow Medizin und sind froh, dass sie eine lutherische Kirche gefunden haben“, berichtet Propst Alexander Scheiermann über die neuen Gemeindeglieder seiner Gemeinde. „So ist unsere Gemeinde mittlerweile international. Sie bereichern unsere Gottesdienste häufig durch Lobpreisgesänge aus ihrer Heimat. Und beim Kirchbau haben sie im vergangenen Sommer fleißig mitgeholfen.“

In Saratow Lutheraner zu finden ist nicht allzu leicht. Die Stadt am Wolgaufer zählt 840.000 Einwohner. Einst gab es Mitten im Zentrum eine große lutherische Kirche, und die damals zahlreichen Wolgadeutschen prägten das Stadtbild nachhaltig. Allerdings wurden sie nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs deportiert. Ihre Kirche wurde in der Breschnew-Zeit gesprengt.

Die lutherische Kirchengemeinde in Saratow hat sich mit der politischen Wende neu gegründet. Viele junge Familien gehören dazu. Neben dem sonntäglichen Gottesdienst gibt es einen Kindergottesdienst, eine Jugendgruppe und einen Senioren- und Hauskreis. Eine Kleiderkammer steht den Bedürftigen offen. Die Gemeinde versammelte sich ursprünglich in einer Wohnung, die jedoch schnell viel zu klein für alle Aktivitäten war. So entstand der Wunsch, eine richtige Kirche zu bauen.

2006 fand die Grundsteinlegung statt. Derzeit ist der Rohbau bis auf den Turm abgeschlossen. Einige Räume sind schon so hergerichtet, dass sie benutzt oder vermietet werden können. Mit den Mieten kann die Gemeinde sich eine neue Einnahmequelle erschließen. Gottesdienste werden gegenwärtig in einem umfunktionierten Foyer gefeiert. 2014 kam der Bau einen großen Schritt voran, als im künftigen Kirchsaal die 16 Fenster eingebaut wurden.

Der Kirchenbau nimmt viel Zeit und Energie in Anspruch. Scheiermann ist froh über die Verstärkung durch einen jungen Armenier. Andrej Dschamgarowa wurde am 30. November 2014 in der Marienkirche in Saratow ordiniert. „Er nimmt seine Aufgaben in der Gemeinde jetzt als Pastor wahr und ist durch seine frühere Berufserfahrung eine große Hilfe beim Kirchbau“, lobt Scheiermann. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Bau bis zum Reformationsjubiläum fertigzustellen. Beten Sie dafür – mit Gott ist nichts unmöglich.“

Das GAW möchte den Bau mit 8 000 Euro zu unterstützen.


Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-66
http://www.gustav-adolf-werk.de/
 


 


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