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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats Januar 2015"
(News)

 


Freiwillige aus der spanischsprachigen Gemeindegruppe kochen für die Suppenküche der Evangelischen Gemeinde in Piräus.

Treppen als Hindernis
Die evangelische Kirche in Piräus (Griechenland) benötigt einen Aufzug


Einmal in der Woche wartet eine lange Menschenschlange vor der Evangelischen Kirche in Piräus. Die Kirche liegt am Terpsitheas-Platz, der Hafen von Piräus ist zwei Häuserblocks entfernt. Aber es sind nicht Touristen, die hier stehen, sondern Bedürftige, die Essen und Kleidung brauchen. 120 bis 170 Menschen reihen sich ein, seit die Wirtschaftskrise Griechenland im Griff hat.

Die Suppenküche der Gemeinde bietet Essen, Kleidung, Kaffee und Tee sowie das Wort Gottes für alle, die es benötigen. Das Kochen hat die spanischsprachige Gemeindegruppe übernommen. Die Frauen arbeiten in der Küche oberhalb der Kirche. Dort sind auch die übrigen Gemeinderäume. Schmale, steile Treppen führen nach oben.

„Wir müssen alles mühsam über die Treppe hoch und runter tragen: die Lebensmittel für die Suppenküche, Kaffee, Tee, Tassen, Wasserflaschen, das zubereitete Essen, die Kleidung“, beschreibt Pfarrer Pavlos Dimitriadis die Situation. Auch für manche Gemeindeglieder ist die Treppe ein echtes Hindernis. „Viele ältere Menschen können die Treppen nicht steigen und sind damit von einigen Aktivitäten der Gemeinde ausgeschlossen. Ein junger Mann aus der Gemeinde würde sich gern unserer Jugendgruppe anschließen. Er ist gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Ein Rollstuhl ist über unsere Treppe nur schwer nach oben zu tragen“, bedauert Pfarrer Dimitriadis.

Die evangelische Gemeinde in Piräus ist laut Pfarrer die älteste in Griechenland. Ihr erstes Gotteshaus wurde 1878 fertig. Die heutige Kirche ist schon die dritte. Die ersten beiden Kirchen sind niedergebrannt worden – eine aus religiösem Fanatismus, die andere im Balkankrieg 1912. Heute gibt es in der Gemeinde neben der griechischen eine spanischsprachige Gruppe. Mehrmals im Jahr werden gemeinsame Gottesdienste gefeiert. Christliche Sommerschule, kostenlose Englischkurse, Basare, die Pflege des kleinen Parks vor der Kirche sind Gemeindeaktivitäten, die von Bewohnern der Stadt dankbar wahrgenommen und angenommen werden.

Damit die Gemeinderäume besser erreichbar werden, benötigt die Gemeinde einen Aufzug. Das GAW plant, den Einbau mit 14 500 Euro zu unterstützen.



Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-66
http://www.gustav-adolf-werk.de/
 

 


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