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Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats November 2014"
(News)



Kleider machen Leute und Fassaden Häuser

Das Gemeindehaus in Pøeštice, Tschechien, soll warm und einladend werden

„Kleider machen Leute und Fassaden Häuser", schreibt Pfarrer Jan Satke in dem Projektantrag seiner Gemeinde. „Wir leben in einem Missionsumfeld. Das Einladen der Leute in ein kirchliches Gebäude ist nicht einfach. Wir möchten deshalb, dass auch das Äußere unseres Pfarrhauses missionarisch mitwirkt."
1974 war ein schweres Jahr für die evangelische Kirchengemeinde in der Kleinstadt Pøeštice südlich von Plzeò (deutsch: Pilsen). Im Rahmen des Stadtumbaus wurden ihre Kirche und das Gemeindehaus abgerissen. Die Stadtverwaltung wollte an dieser Stelle Plattenbauwohnungen errichten und war trotz aller Bemühungen nicht umzustimmen. Der Gemeinde wurden nicht mal Ersatzräumlichkeiten zur Verfügung gestellt.
Das Geld, das die Gemeinde schließlich nach zähen Verhandlungen erhielt, reichte gerade, um ein neues Gemeindehaus in der Nähe des Bahnhofs zu kaufen. Eine neue Kirche gab es nicht.
Vor zehn Jahren begann die Gemeinde, Menschen aktiver ins Gemeindehaus einzuladen. „Wir leben heute in einer postchristlichen Gesellschaft, die stark gegen die Kirche eingestellt ist", beschreibt Pfarrer Satke die Atmosphäre in seinem Land. „Wir haben Menschen eingeladen, ihre Vorurteile mit der Realität zu vergleichen, und hofften, dass sie so ihre Angst, die Schwelle des Gemeindehauses zu überschreiten, verlieren." Das hat geklappt, denn seitdem hat sich das Gemeindehaus der Böhmischen Brüder in Pøeštice zu einem offenen Haus verwandelt. Trotz ihrer mit 64 Gliedern relativ geringen Größe ist die Gemeinde sehr aktiv. Kinder und Jugendliche haben im Dachgeschoss ihr eigenes Zentrum bekommen. Das Angebot einer Kinderbetreuung während Behördengängen und das Mütterzentrum bringen viele kirchenferne Menschen in Kontakt mit der Gemeinde. Auch andere Aktivitäten wie das Adventssingen nehmen Menschen ihre Berührungsängste vor dem Glauben.
Die Tür war weit aufgestoßen, aber gleich neben dem Eingang bröckelte Putz von der Wand. Die Gemeinde beschloss, das Haus zu sanieren, einladender zu gestalten und zugleich Energie zu sparen.



Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-66
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