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Leipzig Tourist Service e.V.
"
Kreativ, modern, lebendig – Leipzig in Bewegung"
(Tourismuszeitschrift "NÄHER dran" Nr. 20 S. 16/17)

Trotz der über 870-jährigen Geschichte ist Leipzig eine junge Stadt und entwickelt sich in einem atemberaubenden Tempo. Juliane, Stefanie und Jörg sind durch die Innenstadt gebummelt und beschreiben, was sich zurzeit für jeden deutlich sichtbar verändert.

„Leipzig baut. Baut um, baut ab, baut auf, baut unter. Die Stadt ist einfach nicht zu fassen: so viel Altes, das der Krieg übrig gelassen hat, so viel Neues, das die Nachwendezeit mit sich brachte. Und so erfindet sich die sächsische Metropole plötzlich neu. Mutig lässt sie die Moderne einziehen, ohne ihre Vergangenheit zu leugnen.“ Mit diesen Worten leitete Brigitte Jurczyk ihren redaktionellen Beitrag „Trendplatz Leipzig“ ein, der im Juni 2008 in „Schöner Wohnen“ publiziert wurde. Treffender kann man Leipzigs aktuellen Zustand nicht beschreiben. Die Stadt entwickelt sich rasant. Neben der Sanierung vieler – teilweise schon verloren geglaubter Gründerzeithäuser – verschwinden nun auch die letzten Schandflecke in der Innenstadt.

Wer in Leipzig ankommt, erlebt im 1915 eröffneten Hauptbahnhof bereits den ersten AHA-Effekt.
Bis 1997 wurden unter die fast 300 m lange Querbahnsteighalle des Empfangsgebäudes etwa 130 Verkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen mit einer Gesamtfläche von 20.000 qm eingebaut.


Leipziger Hauptbahnhof – Promenaden

Vor dem Hauptbahnhof befindet sich die zentrale Haltestelle für den Nahverkehr, deren Umgestaltung 2005 durch Eike Becker_Architekten erfolgte . Für die Bahnsteige wurden 4,40 m hohe Lichtdächer errichtet und als „Akzentbeleuchtung“ Lichtsitze installiert.


Haltestelle Hauptbahnhof Leipzig, Willy-Brandt-Platz

Wir gehen an der Tourist Information links vorbei. Hier fällt uns der 1964 errichtete Plattenbau Brühl 76/78 ins Auge, der durch die Opernpark-Center GmbH für 5,3 Mio. Euro zum Apartmenthaus ausgebaut werden soll.


Wohn- und Geschäftshaus, Brühl 76/78

Nach 50 m gelangen wir zum Augustusplatz, der durch die Zerstörung im 2.Weltkrieg und DDR-Baumaßnahmen leider sein historisches Bild verlor. 1998 wurde er modern umgestaltet. Acht beleuchtete Glaszylinder dienen der neuen Tiefgarage als Treppenaufgang. Der Neubau des Universitätskomplexes nach einem spektakulären Entwurf von Erick van Eggerat wird dem Platz neue Akzente geben. Mit seiner Giebelkonstruktion und der Aula im Innern wird stilistisch an die 1968 gesprengte Universitätskirche erinnert. Bis zum 600-jährigen Jubiläum 2009 ist die Umgestaltung abgeschlossen.


Neubau der Universität mit einer Aula/Kirche, Augustusplatz

Ebenfalls am Augustusplatz befindet sich die Hauptpost . Der denkmalgeschützte Stahlbetonskelettbau wurde 1961/64 errichtet und gehört zu den herausragenden Gesellschaftsbauten der ehemaligen DDR. Nach Plänen des Investors „Alta Fides AG“ soll das Gebäude bis 2009/10 zu einem Kongresshotel umgebaut werden.


Hauptpost, Augustusplatz

Vor uns ragt Leipzigs höchstes Gebäude, das 142 m hohe City-Hochhaus empor. Es entstand 1968/72 nach Entwürfen von Hermann Henselmann und stellt ein aufgeschlagenes Buch dar. Bis 2002 wurden die 29 Etagen und die Fassaden komplett saniert. Hier befinden sich das Restaurant „Panorama Tower“ und eine Aussichtsplattform. Am Fuße des Hochhauses wurde vom Büro Peter Kulka ein zwei geschossiger Baukörper mit Probensälen für die Klangkörper des Mitteldeutschen Rundfunks eingeordnet.


City-Hochhaus und „MDR Klangkörper“, Augustusplatz

Nun biegen wir rechts in die Grimmaische Straße ein, die zurzeit eine Schönheitskur erhält. Der alte Asphaltbelag wird durch hochwertiges Natursteinpflaster ersetzt.
An der Grimmaischen Straße 16 stößt man auf ein wenig ansehnliches Gebäude, das Sachsens älteste Apotheke – die „Löwen-Apotheke“ – beherbergt.


Wohn- und Geschäftshaus, Grimmaische Straße 16


Die TLG Immobilien wird es voraussichtlich nach Fertigstellung des Uni-Campus abreißen, ebenso den Bau, in dem sich die Theaterpassage befindet Geplant sind neue Wohn- und Geschäftshäuser.


Theater-Passage, Grimmaische Straße 27

In der Grimmaischen Straße 1–7 erblicken wir ein imposantes Gebäude – den von Richard Tschammer 1908/09 erbauten Handelshof .Dieser diente bis 1998 als Messehaus. Zur Zeit erfolgt der Umbau zu einem Oberklassehotel, das 2009 mit ca. 200 Zimmern eröffnet.


Handelshof, Grimmaische Straße 1–7

In der Nikolaistraße treffen wir auf das Areal des im Krieg zerstörten Deutrichs Hof sowie des 2007 abgerissenen Interpelz-Hauses.Hier entsteht bis 2009 mit dem „Motel One“ ein Zwei-terne-Hotel mit ca. 190 Zimmern.

50 Meter weiter befindet sich das einst prächtige Ensemble des 1907/08 von Max Pommer im Stil des Neobarock errichteten „Oelßners Hof“ . Das leerstehende Pelzgewerbehaus strahlt einen morbiden Charme aus und soll angeblich ab 2008 saniert werden.

 
Oelßners Hof, Nikolaistraße 20–26, Ritterstraße 23–29

Nun biegen wir links in den Brühl ein. Hier klafft auf dem Gelände zwischen „Blechbüchse“ und Marriott Hotel eine Baulücke . Ab Sommer 2008 sollen hier mit den „Höfen am Brühl“ ein fünfgeschossiges Einkaufszentrum mit 27.500 qm Verkaufsfläche sowie Wohnungen entstehen. Die mfi AG investiert rund 200 Mio. Euro.


Baufläche für die „Höfe am Brühl“, Richard-Wagner-Straße/Brühl)

Gegenüber auf der Katharinenstraße erblickt man mit dem Museum der bildenden Künste einen außergewöhnlichen Neubau. Der gläserne Kubus wurde nach Plänen des Architekturbüros Hufnagel/Pütz/ Rafaelian konzipiert.
Das Konzept sieht vor, den Quader mit vier flacheren, L-förmigen Baukörpern zu umgeben. Während ein Winkel bereits realisiert wurde, sollen die nächsten bald folgen. So plant die GBI AG in einem Winkel den Bau eines Vier-Sterne-Hotels mit 154 Zimmern. Der Neubau des Museums der bildenden Künste wurde am 4.12.2004 eröffnet. Die einzigartige Sammlung beinhaltet ca. 3.500 Gemälde, 1.000 Skulpturen und 60.000 grafische Blätter. Doch nicht nur die Kunst, auch die Wechselbeziehung zur großzügig angelegten Architektur ist faszinierend.


Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10

Entlang der Katharinenstraße erreichen wir den Marktplatz . Hier entsteht vor dem Alten Rathaus eine Haltestelle für den 4 km langen City-Tunnel, der ab 2011 die beiden Kopfbahnhöfe Baye rischer Bahnhof und Hauptbahnhof verbindet. Somit wird eine Lücke im Schienennetz geschlossen.

Entlang der Einkaufsmeile Petersstraße – mit ca. 7.850 Passanten pro Stunde Ostdeutschlands beliebteste Flaniermeile
– erreichen wir den Wilhelm-Leuschner-Platz. Hier entsteht eine weitere Haltestelle des City Tunnels. In der Diskussion ist zurzeit, auf dem Platz in ein paar Jahren eine Markthalle zu errichten. Bereits 1890/91 hatte Hugo Licht eine Markthalle gebaut, die leider im Krieg zerstört wurde.
Von hier aus erblickt man das Bundesverwaltungsgericht, ein 1884–1894 errichteter Monumentalbau des Wilhelminischen Kaiserreichs.

 


Bundesverwaltungsgericht, Simsonplatz

Die Öffnung des Pleißemühlgrabens vor dem Gebäude, der um 1896 überwölbt worden war, erfolgte ab 2001. Der nördlich anschließende Mühlgrabenbereich vor der im Jahr 2000 neugestalteten Fritz-von-Harck-Anlage wurde von Angela Wandelt geplant. Von ihr stammen auch die nachts blau leuchtenden Stelen, die den Uferrand optisch wirkungsvoll begleiten.
Die Thematik Wasser gewinnt in Leipzig zunehmend an Bedeutung. Nur ein paar hundert Meter von der Innenstadt entfernt, entsteht bis 2010 unweit der Friedrich-bert-Straße ein Stadthafen. Durch die zentrale Lage erhält die Innenstadt eine direkte Wasserweg-Verbindung mit dem Umland und den Tagebauseen im Süden. – Leipzig ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklungsmöglichkeiten angelangt.

Es bleibt spannend!

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